Sanierung

Fenster Niedersächsischer Landtag

Hannover

Die größtenteils abgängigen Fenster aus den 50er Jahren wurden unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange ersetzt und gleichzeitig technisch und energetisch dem Stand der Bautechnik angepasst.

  • Bestandsaufnahme, Fenstererneuerung in denkmalgeschützen Fassaden, SiGeKo   
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagement, Hannover
  • ca. 2.680.000 € Baukosten netto 
  • Baubeginn Juni 2009
  • Fertigstellung Oktober 2009

Das Leineschloss bildet eine der ältesten Keimzellen der hannoverschen Stadtentwicklung. Unter Würdigung der Historie wurde ein Konzept für den Fensteraustausch entwickelt, das die größtenteils abgängigen Fenster aus den 50er Jahren ersetzt und gleichzeitig technisch und energetisch auf dem Stand der Bautechnik ist.

Nach Bestandsaufnahme und Katalogisierung der Fenster wurden verschiedene Varianten durchgespielt und in Ansichtszeichnungen und Fotomontagen dargestellt. Die Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Baumanagement, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Niedersächsischen Landtag auf eine Wiederherstellung des optischen Erscheinungsbildes zu Zeiten von Laves. Die Fenster sind als Verbundrahmenkonstruktion mit integriertem elektromotorisch betriebenem Sonnenschutz erstellt, um den hohen Ansprüchen an Sonnenschutz und Bedienkomfort gerecht zu werden.

Sanierung

Sanitäranlagen

LU Hannover

Bei dem langgestreckten 6-geschossigen Gebäude 3109 der Leibniz Universität, in dem Büro, Labore und Seminarräume verschiedener Fakultäten untergebracht sind, waren beide Versorgungs- und Erschließungskerne inklusive der Treppenhäuser stark sanierungsbedürftig und die Erneuerung der Sanitäranlagen dringend erforderlich.

  • Sanierung in 2 Bauabschnitten
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagements Hannover
  • ca. 1.100.000 € Baukosten
  • Baubeginn Juli 2010
  • Fertigstellung Ende 2011

Das Gebäude verfügt über zwei identische Treppenhaus- und Versorgungskerne mit Medienver- und entsorgung, Aufzugsanlage sowie WCs auf jeder Etage. Die Abwasser- und WC-Anlagen waren teilweise defekt und asbesthaltig. Neben der Erneuerung der Sanitäranlagen und Treppenhaussanierung fand somit eine grundlegende Strangsanierung statt, neue Lüftungsanlagen wurden eingebaut und der technische Brandschutz verbessert.

Die WC-Bereiche wurden neu organisiert und räumlich optimiert. Großflächige Plattenbekleidungen als robuste und fugenlose Oberflächen schaffen zusammen mit großformatigen Bodenfliesen und dezenten Langfelddecken sowie hochwertigen Einbauobjekten ein helles und harmonisches Gesamtbild in den schlauchigen und ehemals dunklen Innen-WCs.

Sanierung

Energiekonzeption LangeoogKlinik

Langeoog

Im Zuge von anstehenden Sanierungen der LangeoogKlinik soll der Gebäudekomplex auch energetisch ertüchtigt werden, um langfristig Heizkosten und CO2-Emissionen zu vermindern.

  • Energetische Sanierungskonzeption inkl. Bestandsaufnahme
  • im Auftrag der AWO
  • ca. 10.500 m² Gebäudenutzfläche

Auf der Nordseeinsel Langeoog betreibt die AWO vita gGmbH einen Klinikbetrieb. Der Gebäudekomplex verteilt sich auf zwei Standorte mit insgesamt fünf Einzelgebäuden aus verschiedenen Baujahren mit Appartements, Therapie- und Gymnastikräumen sowie kleinen Schwimm- und Therapiebädern.

Die ganzheitliche Energiekonzeption beinhaltete eine genaue Bestandsaufnahme der Gebäude, der Haustechnik und jeweiligen Nutzungszonen im Abgleich mit den tatsächlichen Verbrauchsdaten für Strom, Wasser und Heizenergie. Davon ausgehend wurden Bau- und Anlagenteile sowie sonstige bauliche oder nutzungsspezifische Schwachstellen aufgezeigt und sinnvolle Sanierungsvarianten hinsichtlich des energetischen Einsparpotentials sowie nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet mit einer abschliessenden Empfehlung.

Sanierung

Amtsgericht

Hannover

Das zwischen 1907 und 1911 erbaute Amtsgericht Hannover im Volgersweg ist in seiner barocken Formensprache heute ein Kulturdenkmal von städtebaulichem und geschichtlichem Wert, auf dem aus denkmalpflegerischer Sicht ein besonderes Augenmerk liegt.

  • Sanierung 
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagement, Hannover
  • ca. 460.000 € Baukosten netto 
  • Baubeginn Juni 2008
  • Fertigstellung Oktober 2008

Der Gebäudekomplex des Amtsgerichts umfasst insgesamt sechs Höfe. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz wurde für die Dachsanierung der zu verwendende Ziegel ausgewählt, um soweit wie möglich den Ausdruck der Dachlandschaft aus aneinander grenzenden Mansard- und Satteldächern zu erhalten.

Für den dringend erforderlichen Austausch eines Teils der Fenster wurden - nach dem Vorbild eines bauzeitlichen Fensters und auf Grundlage moderner Fensterprofile - spezielle Profile entwickelt, die der Anmutung der bauzeitlichen Fenster entsprechen und dennoch die heutigen Qualitätsansprüche insbesondere im Hinblick auf Wärmedämmung erfüllen.

Neubau

Mehrzweckhalle Bundessortenamt

Clauen

Diese Baumaßnahme im Hochhaus der Leibniz Universtät teilt sich auf in die Schadstoffsanierung und den Austausch der asbesthaltigen Leitungen im Versorgungsschacht sowie die Schadstoffsanierung in 14 Geschossen durch Austausch der Asbestzement-Abwasserleitungen und die Grundsanierung inklusive Ertüchtigung der WC-Anlagen.

  • Planung einer Prüfstelle in Passivbauweise inkl. zwei Hallen 
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagement, Hannover
  • ca. 5.400m² im EG und 400m² BGF im OG
  • ca. 4.200.000 € Baukosten brutto

Das Bundessortenamt beauftragte uns mit der Planung eines Neubaus für eine Prüfstelle zur Bearbeitung von Ackerfeldern als Prüfflächen für den Sortenschutz und die Sortenzulassung von Saatgut in unmittelbarer Nähe der Anbauflächen. Der Entwurf in Passivhausweise umfasst Prüf- und Lagerräume für die Aussaatvorbereitung, Anzucht, Nachbereitung und Auswertung sowie die Verwaltung und Sozialräume mit Sanitärbereich für die Mitarbeiter. Zudem wurden zwei große Hallen geplant, die zur Lagerung und Trocknung von Prüfgut und für die Abstellung sensibler Prüffahrzeuge des BSA dienen.

Das Entwurfskonzept sieht vor, die erforderlichen großen Gebäudevolumina so kleinteilig wie möglich erscheinen zu lassen. Der nach Süden gelegene Sozialbereich mit seiner weißen Putzfassade wird von einer roten Klinkerspange gehalten. Der Klinker erstreckt sich über alle im Erdgeschoss gelegenen Prüfräume und markiert so den produktiven Prüfungsbereich. Die weißen Gebäudeelemente weisen Sozialbereich und Verwaltung als ruhigere, zurückhaltende Elemente aus.

Sanierung

Hof Niedersächsischer Landtag

Hannover

Über einen mit Klinker gepflasterten Hof wird das Nebengebäude des Landtags aus den 70er Jahren erschlossen. Unter dem Hof im Kellergeschoss befindet sich ein Verbindungsgang. Trotz teilweiser Sanierung der Räume im Kellergeschoss waren die immer wiederkehrenden Wasserschäden nicht abzustellen. Unsere Aufgabe bestand darin, die Ursache für die Wasserschäden aufzudecken und Sanierungsvorschläge zu entwickeln.

  • Begutachtung, Bestandsaufnahme und Sanierung Hof
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagement, Hannover
  • ca. 800 m² Gesamtfläche
  • ca. 660.000 € Baukosten
  • Baubeginn Sommer 2009
  • Fertigstellung Oktober 2010

Dehnungsfugen waren defekt, die mörtelverfugte Pflasterung wies starke Rissbildungen auf, war verschoben und die vorhandene Dämmung vollständig durchnässt. Eine vollständige Sanierung des Hofaufbaus war erforderlich. Ausgeführt wurde eine Warmdachkonstruktion mit einer Pflasterung aus Betonpflastersteinen. Die lang gestreckte Hoffläche wird durch dunklere, gleichformatige Steine gegliedert, die in feinen Streifen verlegt wurden. Um den Innenhof einladend zu gestalten, wurde eine Möblierung aus Betonblöcken mit hölzerner Sitzbankauflage in geometrischer Anordnung platziert und von Leuchten und Pflanzbecken begleitet.

Umplanung

Tschechischer Pavillon

Hannover

Die Nachnutzung des tschechischen Pavillons der EXPO 2000 in Hannover als Büro- und Ausstellungsgebäude erforderte umfassende Maßnahmen. Nutzungsbedingt mussten neue Ebenen eingezogen, Fensteröffnungen hergestellt und das Erschließungskonzept uminterpretiert werden.

  • Umplanung und Ausbau
  • im Auftrag von Annunziata AG, Schweiz
  • 1550 m² Gesamtfläche - 9.800 m³ Bruttorauminhalt
  • 1.300.000 € Gesamtbaukosten
  • Baubeginn November 2001
  • Fertigstellung September 2002

Zur langfristigen Erhaltung dieses ursprünglich auf eine Standzeit von neun Monaten ausgelegten Gebäudes wurden Aspekte des konstruktiven Holzschutzes, der Rissbegrenzung und der Tauwasserbildung ausgearbeitet. Dabei sollte der Charakter und das Flair eines Weltausstellungspavillons erhalten bleiben.  

Die Gestaltung der Außenanlage des Pavillons nimmt die charakteristische Unterteilung des Gebäudes durch die umlaufenden Binder auf. Jeder zweite dieser Holzrahmen wird im Boden durch ein Granitband fortgeführt, welches in einer Bodeneinbauleuchte unter einer Bambushecke endet. Das hierfür verwendete Material wurde aus der ursprünglichen Anlage ausgebaut und wiederverwendet.

Neubau

Wohn- und Geschäftshaus

Minden

Eine etablierte, mittelständische Haustechnik- und Installationsfirma hat ihr weitreichend bebautes Betriebsgrundstück um neue und zeitgemäße Verkaufs- und Ausstellungsbereiche erweitern lassen. Gleichzeitig befindet sich im Staffelgeschoss des Neubaus eine hochwertige Wohnung für die eigene Nutzung oder Fremdvermietung.

  • Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses
  • im Auftrag von Ingo Sültemeyer
  • 665 m² Gesamtnutzfläche
  • 520.000 € Gesamtbaukosten
  • Baubeginn März 2004
  • Fertigstellung Mai 2005

Im Erdgeschoss befindet sich die Verkaufshalle, welche über eine interne Treppe und einen großzügigen Luftraum über zwei Geschosse verbunden ist und so die Büro- und Besprechungsräume attraktiv an die Ausstellung anbindet. Die Halle wird über eine großzügige Glasfassade belichtet. Die Wohnung verfügt über einen offenen Grundriss und erhält ihren hauptsächlichen Charakter und Räumlichkeit durch das Tonnendach und die großzügige Fassadengestaltung zur Terrasse.

Gutachtenerstellung

Rathaus

Sögel

Für die Umnutzung, Sanierung und Erweiterung des Ludmillenhofes zum Rathaus der Samtgemeinde Sögel hat AKZENTE ein Gutachten erstellt. Dies umfasst die vollständige Erhaltung mit einer praxisgerechten Aufwertung sowie einen neuen Baukörper, der sich harmonisch in das Denkmalensemble einfügt.

  • Gutachten als eingeladener Wettbewerb
  • im Auftrag der Samtgemeinde Sögel
  • ca. 4.000.000 € Baukosten
  • Planungsbeginn Juli 2002
  • Planungsende Oktober 2002

"Erst Bestandnutzung, dann Neubau" lautete das Ziel mit der weitest möglichen Ausnutzung der Altbau- Dachgeschosse und mit der praxisgerechten Aufwertung der seitlichen Anbauten. Die geschossübergreifende Anordnung des Ratssaales im Altbau durch das Einstellen eines neuen Dachtragwerks dient dem gleichen Zweck. So ist es gelungen, mit einem in der Kubatur zurückhaltenden Neubau den Flächenbedarf zu decken, und das Gesamtensemble des Ludmillenhofes vollständig zu erhalten. Ein neuer, deutlich von der alten Gartenanlage separierter Eingang von der Bahnhofsstraße gibt dem neuen Amt Sögel ein klares Gesicht, in Ergänzung zum weiterhin für besondere Anlässe nutzbaren alten Haupteingang von Nordosten.

Die Lage des Neubaus nimmt konsequent die Linien der vorhandenen Anlage auf. Die Höhe und Größe der Baukörper ist so gewählt, dass die Eigenständigkeit des denkmalgeschützten Ensembles von keiner Seite gestört wird. Sowohl die herrschaftliche Frontansicht von Nordosten sowie die hofseitige Südwestansicht bieten weiterhin das gewohnte Gesicht, allerdings hofseitig funktional angepasst. Ein bedeutendes Stück Identität der Stadt Sögel bleibt somit erhalten.

Der gläserne Eingangskubus bildet die Fuge zwischen Alt- und Neubau und dient als Foyer. Von hier ist sowohl der Neubau als auch, über die geöffnete Wand des Bürgerbüros, der Charme des Altbau erleb- und betretbar. So wird das Alte und das Neue zwar formal klar getrennt, durch die Nutzung aber verbunden. Im Foyer ist die neue Lammellenfassade gleichzeitig mit der alten Außenwand, die zum Bürgerbüro großzügig durchbrochen ist, erfahrbar. Nach hinten öffnet sich der Glasbau zum Hof. Die Transparenz zur Bahnhofstraße ist erwünscht, und könnte bei sommerlichen Veranstaltungen im Hof mit aufgestellten Türen genutzt werden.

Durch die neu hinzugefügten Kubaturen wird der Innenhof in seiner Form erhalten und gestärkt. Die Freifläche südwestlich des Gebäudes gliedert sich in zwei Bereiche sehr unterschiedlichen Charakters. Der geometrisch gestaltete und gepflasterte Bereich im Anschluss an die Gebäude dient als Wegeverknüpfung zwischen den verschiedenen Nutzungseinheiten und zwischen Alt und Neubau, und bietet im Sommer Erholungs- und Pausenmöglichkeiten sowie Raum für Bürgerfeste, Tombolas oder Freiluft-Versammlungen.