Entwurf und Bau

Ausstellungspavillon für Bergbaugeschichte

Zwenkau

Mit dem Ausstellungspavillon zur Bergbaugeschichte und der historischen Abraumförderbrücke AFB 18 entstand östlich von Leipzig ein erster markanter Baustein der künftigen Bebauung am Kap Laura. An der äußeren Kante des Geländes besetzt das Gebäude eine Position, von welcher der Blick über den See und den geplanten Hafen geht. Die Gestaltung orientiert sich an seinem „industrietechnischen Inhalt“.

  • Entwurf und Bau des Ausstellungspavillons, Freiflächenplanung
  • im Auftrag der LMBV GmbH, Borna
  • 670 m² Hauptnutzfläche - 3.250 m³ Bruttorauminhalt
  • 1.185.000 € netto Baukosten
  • Baubeginn Dezember 2004
  • Fertigstellung Dezember 2005

 

Der rechteckige Baukörper des Pavillons beschreibt eine seitlich geöffnete U-Form, die eine großzügige Glasfassade einschließt. Diese erstreckt sich über 2 Geschosse und steht im Bereich des nördlichen Luftraumes über eine lichte Höhe von über 7m frei. Im 1. Obergeschoss befindet sich der große Ausstellungsraum, der ein Modell der Abraumförderbrücke aufnimmt.

Das 2.Obergeschoss ist als Galerie ausgebildet, auf der man im Café immer einen Blick auf den Ausstellungsraum hat. Auf dem Hauptkörper befinden sich ein Kiosk und Aussichtsterrassen. Die Kuben im Erdgeschoss, die Touristeninformation, Hafenmeisterei und Technik beinhalten, sind unter den Hauptkubus eingerückt, so dass der Eindruck entsteht, als würde der Hauptkörper schweben. Der Dachebene ist der „Ausleger“ aus zwei Stahlfachwerkträgern vorgelagert. Dieses prominente Bauteil übernimmt die Schlüsselrolle des Entwurfs hinsichtlich des industriellen Charakters und in Analogie zu historischen Abraumförderbrücke AFB18.

Neubau

Isländischer Pavillon

Hannover

Für die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover präzisierte AKZENTE den Entwurf des isländischen Pavillons, dessen Design-Konzept vom isländischen Designer Arni Páll Johannsson stammt, und übernahm die Planung sowie die Bauüberwachung bis ins kleinste Detail.

  • Entwurf und Bau des Isländischen Pavillons
  • im Auftrag des Außenministeriums Island
  • 1.004 m² Gesamtfläche - 10.257 m² Bruttorauminhalt
  • 4.500.000 DM Baukosten
  • Planungsbeginn Juni 1999 - Baubeginn Januar 2000 - Fertigstellung Mai 2000
  • Eröffnung Juni 2000 - Demontage November 2000

 

Die Hülle des Pavillon-Würfels bildet eine membranumspannte Stahlkonstruktion, an deren Fassadenseiten permanent Wasser herunterläuft, das man auch im Innern akustisch und visuell wahrnimmt. Im Zentrum steht ein Wasserbecken, auf dessen Oberfläche eine Filmvorführung der atemberaubenden isländischen Natur projiziert wird - von der Eruption eines künstlichen Geysirs pointiert. Dieser Geysir schießt eine Wassersäule von der Oberfläche des Wasserbeckens 35 m hoch und somit weit über das Dach hinaus. Eine 2 m große Öffnung im Dach öffnet sich bei jeder Eruption, um den Wasserstrahl ins Freie zu entlassen.

Eine von der Decke abgehängte, spiralförmige Rampe windet sich um dieses Zentrum des Geschehens und dient gleichzeitig als Erschließung und Zuschauerfläche. Die Konstruktion des Würfels aus 180 Tonnen Stahl kommt ohne Queraussteifungen aus, um den Effekt der durchscheinenden Fassade im Innenraum nicht zu stören. Fachwerkträger im Dach tragen die schwebende Spiralrampe und die obere Ebene. Der gesamte Stahlbau besteht aus Schraubverbindungen, die ihn leicht demontierbar machen. Das isländische Ingenieurbüro Linnuhönnunhf konnte hier durch seine Erfahrung mit leichten Brückenkonstruktionen in der isländischen Wildnis auch deutsche Prüfingenieure davon überzeugen, dass leichte Seilkonstruktionen nicht nur schön sondern auch baubar sind.

Neubau

Norwegischer Pavillon

Hannover

Im Zuge der EXPO 2000 in Hannover übernahm AKZENTE die beratende Betreuung, Objektüberwachung und Oberbauleitung für den Bau des norwegischen Pavillons. Die Besonderheit lag nicht nur in der architektonischen Qualität, sondern auch in der länderübergreifenden Projektsteuerung und Überwachung.

  • Neubau des Pavillons in Kooperation mit LPO Arkitekter, Oslo
  • im Auftrag von Norgepa Expo AS
  • 1.400 m² Gesamtfläche - 11.900 m³ Bruttorauminhalt
  • 8.500.000 DM Baukosten
  • Baubeginn September 1999
  • Fertigstellung Mai 2000

 

Der Norwegische Pavillon setzt sich aus zwei Gebäudeteilen zusammen: Der aluminiumverkleidete Skelettbau stellt die Gegensätze der unberührten, wilden norwegischen Natur dar. Hinter einem aus der Fassade brechenden künstlichen Wasserfall verbirgt sich der Eingang, der in den „Raum der Stille“ führt.

Der lang gestreckte Holzbau beinhaltet das Spezialitäten- und Fischrestaurant sowie die Serviceeinrichtungen und besitzt eine offene Arkade zum Verkauf von Souvenirs. Zwischen diesen beiden Gebäudeteilen liegt die Plaza mit Getränkeausschank, Sitzmöglichkeiten und der herrlichen Aussicht über die Gärten im Wandel.

Umbau

Mörtelfabrik zum Jugend- und Freizeitzentrum

Leipzig

Dieser Ziegelbau „Am Kanal 28“ in Leipzig, der aus fünf Häusern besteht und um 1900 errichtet wurde, sollte nach dem Umbau in ein Jugendkulturzentrum den Charakter einer Fabrik beibehalten. Hinzu kam die Besonderheit einer barrierefreien Planung und Umsetzung.

  • Konzeption und Ausbau eines Jugend- und Kulturzentrums
  • im Auftrag von Wabe e.V.
  • Gesamtfläche: 1760 m² - 8586 m³ Bruttorauminhalt
  • 4.600.000 DM Baukosten
  • Baubeginn März 1998
  • Fertigstellung November 1998

 

Im Gebäude A befindet sich das „Veranstaltungszentrum” mit Fitness, Computerkabinett, Theater und Café. Im Gebäude B ist die Verwaltung sowie ein Seminar- und Musikprobenraum untergebracht. Das Gebäude C beherbergt einen großen Ausstellungsraum mit Café, im Gebäude D ist eine Werkstatt für Selbstbastler und im Gebäude E ein Gästehaus untergebracht.

Die großen Gebäude A und B wurden fast vollständig entkernt und die Räume neu konzipiert. Dadurch ergibt sich ein klar strukturierter, großzügiger Grundriss mit Freiraum zur persönlichen Gestaltung durch die Jugendlichen. Das Café im Erdgeschoss des „Veranstaltungszentrums“ steht allen Besuchern offen und ist durch seine Lage am Bootsanleger des Kanals und am viel genutzten Kanaluferweg zu einem gut besuchten Treff geworden. Der große Saal vor allem für Theateraufführungen erhält seine besondere Charakteristik durch die sichtbare Dachkonstruktion. Blickfang sind auch die Treppenanlagen, durch die eine differenzierte Erschließung erfolgt und Verbindungen regelrecht inszeniert werden.