Umbau und Sanierung

Rosa-Parks Schule

Hannover - Vahrenwald-List

Die Hauptschule an der Isernhagener Straße in Hannover wurde für den Ganztagesbetrieb hergerichtet. Im Auftrag der Stadt Hannover sind die Einrichtung eines Internetcafes, die Ausstattung eines Pausenbereichs mit fest installierten Sitz- und Tischmöbeln sowie die Erweiterung des Lehrerzimmers als erste Maßnahmen umgesetzt.

  • Sanierung und Umbau zum Ganztagsschulbetrieb
  • im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover
  • Planungsbeginn Januar 2005
  • Baubeginn Juli 2006
  • Fertigstellung April 2007

Gleichzeitig war eine komplette Sanierung des Wasserleitungsnetzes erforderlich. Um den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu stören, musste der Großteil der Arbeiten nach einem genauen Zeitplan in den Sommerferien durchgeführt werden. Die übrigen Arbeiten wurden danach in Abstimmung mit der Schulleitung während des Schulbetriebs, abends, an Wochenenden und in den Herbstferien durchgeführt. Neben unzähligen kleineren Sanierungs- und Folgearbeiten - z.B. Korrosionsschutzarbeiten an Stützen und Fassadenbekleidungen, Brandschutzertüchtigung von Bauteilen - wurden u.a. folgende Maßnahmen durchgeführt:

Der vorhandene Küchenbereich wurde entsprechend den technischen und hygienischen Anforderungen umgebaut. Zusätzlich wurden zwei nicht mehr benötigte Klassenzimmer und ein Teil des Flures zu einer Lehrküche mit Essbereich und Vorratsraum zusammengefasst. Die Physik- und Chemieräume inkl. der technischen Einbauten - Energiesäulen, Lehrerpulte, Digestorien - und Vorbereitungsräume wurden komplett erneuert. Die Toilettenräume der Schüler wurden im Zuge der Leitungssanierung komplett entkernt und neu eingerichtet.

Für die Nutzung als Wahllokal sowie für schulische Veranstaltungen wurde ein Teil des Erdgeschosses durch den Einbau eines Behinderten-WCs sowie von Automatiktüren und Eingangsrampen behindertengerecht umgestaltet.

In fast allen Klassenzimmern wurden die Oberlichter ausgetauscht. Beide Sporthallen inkl. Umkleidetrakt sowie zwei Treppenhäuser erhielten neue Holz-Alu-Fensterfassaden. Im ganzen Gebäude wurden die vorhandenen Bleileitungen durch neue Wasserleitungen ersetzt.

Sanierung

Hörsaal Kesselhaus LUH

Hannover - Nordstadt

In seiner langen Geschichte wurde der Hörsaal ursprünglich tatsächlich als Kesselhaus genutzt und ist somit eher ein Industriegebäude. Die jahrzehntelange intensive Nutzung als Hörsaal durch den Fachbereich Architektur hatte starke Verschleißspuren hinterlassen und viele Schwachstellen in der Nutzbarkeit aufgezeigt.

  • Sanierung des Hörsaals inkl. technischer Ausstattung
  • im Auftrag der Leibniz Universiät Hannover
  • Planungsbeginn März 2005
  • Baubeginn Juni 2006
  • Fertigstellung Oktober 2006

Das Bestuhlungspodest wies starke Mängel in Form von Dröhn- und Knarr-Effekten auf. In den wärmeren Monaten des Jahres waren die Lüftungsmöglichkeiten unzureichend, der Raum konnte nur durch Öffnen der Außentüren und leichtes Ankippen der Fenster belüftet werden. Auch die akustischen Verhältnisse, insbesondere die Sprachverständlichkeit im Hörsaal, zeigten sich wiederholt als sehr unbefriedigend.

Der Einzug eines neuen Instituts in das Hauptgebäude Schlosswender Straße macht das Kesselhaus wieder zu einem stark frequentierten Hörsaal. Eine ansprechende Gestalt und technisch aktuelle Ausstattung waren gefordert. Hauptmerkmale der Sanierungsarbeiten sind der Einbau eines neuen Bestuhlungspodestes, das gezielte Bekleiden von Wandflächen mit akustisch wirksamen Materialien zur deutlichen Verbesserung der Sprachverständlichkeit, sowie der Einbau neuer Vortragsmöbel mit Unterbringung moderner Vortragstechnik. Darüber hinaus erhielt der Hörsaal eine Lüftungsanlage, einen neuen Bodenbelag, eine der Nutzung entsprechende Verschattungsanlage und eine neue Tafelanlage. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die stark durchfeuchtete Außenwand innen und außen saniert, sowie das sehr in Mitleidenschaft gezogene Vordach am Haupteingang erneuert. Die neue Lüftungsanlage mit den offen verlegten Lüftungsleitungen sichert die dauerhafte Frischluftzufuhr.

Der Hörsaal zeigt sich als frisches Objekt, das die Herkunft als Industriegebäude nicht verleugnet. Der industrielle Charakter wird durch Materialwahl und die offen geführten lüftungstechnischen Elemente im Inneren unterstützt. Das Kalksandsteinmauerwerk des vorhandenen Eingangskubus blieb erhalten. Das Hauptmaterial der neuen Vortragsmöbel ist ebenfalls Kalksandstein. Die Arbeitsplatten der beiden Möbel erhielten eine HPL-Beschichtung und eine Umfassung aus Aluminium. Eingangskubus und Vortragsmöbel sind als sich gegenüber stehende Einbauten farblich in einem warmem Rot hervorgehoben und gliedern den Raum.

Entwurf

Maisonetten und Penthäuser an der Eilenriede

Hannover - Zooviertel

Bei diesem Wettbewerb wurden fünf Architekturbüros durch das Bauunternehmen Gundlach mit einem Entwurfsgutachten beauftragt. Der Planungszeitraum betrug zwei Wochen. Ziel der Planung ist die Errichtung einer zweizeiligen Wohnbebauung mit mindestens 12 Maisonetten und vier Penthousewohnungen in der Nähe des Stadtwalds Eilenriede in Hannover.

  • Entwurfsgutachten
  • im Auftrag von Gundlach GmbH & Co
  • Planungszeitraum Dezember 2005 - Februar 2006

An den Nordseiten der beiden Hauszeilen befinden sich die Hauseingänge und deren Zuwege. Individuelle Vorgärten sowie Fahrradabstellmöglichkeiten und Abstellboxen gliedern den Vorbereich. Die Erschliessung der Dachwohnungen erfolgt durch freigestellte Erschließungstürme mit Treppenhaus und Fahrstuhl. Aus jeder Wohnung ist ein direkter Zugang zum eigenen Kellerraum und zur Tiefgarage gegeben.

Eine individuelle Raumaufteilung für unterschiedliche Ansprüche ist im Obergeschoss möglich. Wahlweise kann z.B. ein Arbeits-, ein Kinder-, ein Gäste- oder ein Schlafzimmer mit Ankleide und als großzügigste Variante die zum inneren Luftraum offene Sonnen-Galerie eingerichtet werden.

Sanierung

Hörsäle MZ1 und MZ2 LUH

Hannover - Nordstadt

Im Erdgeschoss und den beiden Untergeschossen des Uni-Hochhauses in der Appelstraße wurden die beiden Hörsäle MZ 1 und MZ 2, die zusammen ca. 300 Zuhörer aufnehmen können, umfassend technisch und baulich saniert. Dabei wurde besonderer Wert auf eine zeitgemäße Gestaltung der Bestuhlung und Möblierung der "Vortragsbühnen" gelegt.

  • Sanierung von 2 Hörsälen
  • im Auftrag der Leibniz Universität Hannover
  • Planungsbeginn Februar 2004
  • Baubeginn Juni 2005
  • Fertigstellung Februar 2006

​​​​​​Neben der Schadstoffsanierung, dem Austausch der Decken und der Modernisierung der gesamten technischen Gebäude- und Vortragstechnik wurde insbesondere die Gestaltung der Bestuhlung und der Möblierung der "Vortragsbühnen" an zeitgemäße Bedürfnisse angepasst. Der kleine Hörsaal MZ 2 konnte Ende Oktober 2005 und der große Hörsaal MZ 1 Ende Januar 2006 seiner Nutzung übergeben werden.

Die Anfang der 70er Jahre erstellten Hörsäle waren hochgradig sanierungsbedürftig mit ihren asbesthaltigen Wand-Unterkonstruktionen und Bodenklebern. Bodenbelag und Bestuhlung waren in weiten Teilen schadhaft, die Vortragstechnik, Tafel- und Lüftungsanlage sowie die Projektions- und Beschallungstechnik waren veraltet.

Der Bauherr wünschte den Erhalt des bühnenartigen Charakters der Hörsäle und damit den Erhalt der dunklen Holzvertäfelung, gleichzeitig sollte jedoch eine deutliche Auffrischung der "muffig" wirkenden Säle erfolgen. Wir entwickelten ein Farbkonzept basierend auf den Hauptfarbe Rot. Allein schon diese Farbwahl "hauchte" den Hörsälen neue Energie ein.

Bodenbelag und Bestuhlung wurden ausgetauscht. Eigens von uns entworfene Vortragsmöbel, mit auf Nutzerwünschen abgestimmten Funktionseinheiten, sowie neue Pylonentafelanlagen ergänzen die Ausstattung der Hörsäle. Der Einbau der neuen Lüftungsanlage machte einen weit reichenden Abbruch der vorhandenen Rabitzputzdecke erforderlich, deren charakteristische Faltungen in hervorragender Qualität wieder hergestellt werden konnte. Der Einsatz modernster Medientechnik ergänzt die 100 und 200 Zuhörer fassenden Hörsäle und bietet somit den Studierenden der Universität Hannover hervorragende Unterrichtstätten für ihre zukunftsorientierte Ausbildung an.

Entwurf und Bau

Ausstellungspavillon für Bergbaugeschichte

Zwenkau

Mit dem Ausstellungspavillon zur Bergbaugeschichte und der historischen Abraumförderbrücke AFB 18 entstand östlich von Leipzig ein erster markanter Baustein der künftigen Bebauung am Kap Laura. An der äußeren Kante des Geländes besetzt das Gebäude eine Position, von welcher der Blick über den See und den geplanten Hafen geht. Die Gestaltung orientiert sich an seinem „industrietechnischen Inhalt“.

  • Entwurf und Bau des Ausstellungspavillons, Freiflächenplanung
  • im Auftrag der LMBV GmbH, Borna
  • Planungsbeginn Dezember 2002
  • Baubeginn Dezember 2004
  • Fertigstellung Dezember 2005

Der rechteckige Baukörper des Pavillons beschreibt eine seitlich geöffnete U-Form, die eine großzügige Glasfassade einschließt. Diese erstreckt sich über 2 Geschosse und steht im Bereich des nördlichen Luftraumes über eine lichte Höhe von über 7m frei. Im 1. Obergeschoss befindet sich der große Ausstellungsraum, der ein Modell der Abraumförderbrücke aufnimmt.

Das 2.Obergeschoss ist als Galerie ausgebildet, auf der man im Café immer einen Blick auf den Ausstellungsraum hat. Auf dem Hauptkörper befinden sich ein Kiosk und Aussichtsterrassen. Die Kuben im Erdgeschoss, die Touristeninformation, Hafenmeisterei und Technik beinhalten, sind unter den Hauptkubus eingerückt, so dass der Eindruck entsteht, als würde der Hauptkörper schweben. Der Dachebene ist der „Ausleger“ aus zwei Stahlfachwerkträgern vorgelagert. Dieses prominente Bauteil übernimmt die Schlüsselrolle des Entwurfs hinsichtlich des industriellen Charakters und in Analogie zu historischen Abraumförderbrücke AFB18.