Sanierung

Fenster Niedersächsischer Landtag

Hannover - Mitte

Die größtenteils abgängigen Fenster aus den 50er Jahren wurden unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange ersetzt und gleichzeitig technisch und energetisch dem Stand der Bautechnik angepasst.

  • Bestandsaufnahme, Fenstererneuerung in denkmalgeschützen Fassaden, SiGeKo   
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagement, Hannover
  • Planungsbeginn April 2008
  • Baubeginn Juni 2009
  • Fertigstellung Oktober 2009

Das Leineschloss bildet eine der ältesten Keimzellen der hannoverschen Stadtentwicklung. Unter Würdigung der Historie wurde ein Konzept für den Fensteraustausch entwickelt, das die größtenteils abgängigen Fenster aus den 50er Jahren ersetzt und gleichzeitig technisch und energetisch auf dem Stand der Bautechnik ist.

Nach Bestandsaufnahme und Katalogisierung der Fenster wurden verschiedene Varianten durchgespielt und in Ansichtszeichnungen und Fotomontagen dargestellt. Die Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Baumanagement, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Niedersächsischen Landtag auf eine Wiederherstellung des optischen Erscheinungsbildes zu Zeiten von Laves. Die Fenster sind als Verbundrahmenkonstruktion mit integriertem elektromotorisch betriebenem Sonnenschutz erstellt, um den hohen Ansprüchen an Sonnenschutz und Bedienkomfort gerecht zu werden.

Sanierung

Amtsgericht

Hannover - Mitte

Das zwischen 1907 und 1911 erbaute Amtsgericht Hannover im Volgersweg ist in seiner barocken Formensprache heute ein Kulturdenkmal von städtebaulichem und geschichtlichem Wert, auf dem aus denkmalpflegerischer Sicht ein besonderes Augenmerk liegt.

  • Dach- und Fenstersanierung
  • im Auftrag des Staatlichen Baumanagement Hannover
  • Planungsbeginn Februar 2008
  • Baubeginn Juni 2008
  • Fertigstellung Oktober 2008

​​​​​​Der Gebäudekomplex des Amtsgerichts umfasst insgesamt sechs Höfe. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz wurde für die Dachsanierung der zu verwendende Ziegel ausgewählt, um soweit wie möglich den Ausdruck der Dachlandschaft aus aneinander grenzenden Mansard- und Satteldächern zu erhalten.

Für den dringend erforderlichen Austausch eines Teils der Fenster wurden - nach dem Vorbild eines bauzeitlichen Fensters und auf Grundlage moderner Fensterprofile - spezielle Profile entwickelt, die der Anmutung der bauzeitlichen Fenster entsprechen und dennoch die heutigen Qualitätsansprüche insbesondere im Hinblick auf Wärmedämmung erfüllen.

Sanierung

Hörsaal Kesselhaus LUH

Hannover - Nordstadt

In seiner langen Geschichte wurde der Hörsaal ursprünglich tatsächlich als Kesselhaus genutzt und ist somit eher ein Industriegebäude. Die jahrzehntelange intensive Nutzung als Hörsaal durch den Fachbereich Architektur hatte starke Verschleißspuren hinterlassen und viele Schwachstellen in der Nutzbarkeit aufgezeigt.

  • Sanierung des Hörsaals inkl. technischer Ausstattung
  • im Auftrag der Leibniz Universiät Hannover
  • Planungsbeginn März 2005
  • Baubeginn Juni 2006
  • Fertigstellung Oktober 2006

Das Bestuhlungspodest wies starke Mängel in Form von Dröhn- und Knarr-Effekten auf. In den wärmeren Monaten des Jahres waren die Lüftungsmöglichkeiten unzureichend, der Raum konnte nur durch Öffnen der Außentüren und leichtes Ankippen der Fenster belüftet werden. Auch die akustischen Verhältnisse, insbesondere die Sprachverständlichkeit im Hörsaal, zeigten sich wiederholt als sehr unbefriedigend.

Der Einzug eines neuen Instituts in das Hauptgebäude Schlosswender Straße macht das Kesselhaus wieder zu einem stark frequentierten Hörsaal. Eine ansprechende Gestalt und technisch aktuelle Ausstattung waren gefordert. Hauptmerkmale der Sanierungsarbeiten sind der Einbau eines neuen Bestuhlungspodestes, das gezielte Bekleiden von Wandflächen mit akustisch wirksamen Materialien zur deutlichen Verbesserung der Sprachverständlichkeit, sowie der Einbau neuer Vortragsmöbel mit Unterbringung moderner Vortragstechnik. Darüber hinaus erhielt der Hörsaal eine Lüftungsanlage, einen neuen Bodenbelag, eine der Nutzung entsprechende Verschattungsanlage und eine neue Tafelanlage. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die stark durchfeuchtete Außenwand innen und außen saniert, sowie das sehr in Mitleidenschaft gezogene Vordach am Haupteingang erneuert. Die neue Lüftungsanlage mit den offen verlegten Lüftungsleitungen sichert die dauerhafte Frischluftzufuhr.

Der Hörsaal zeigt sich als frisches Objekt, das die Herkunft als Industriegebäude nicht verleugnet. Der industrielle Charakter wird durch Materialwahl und die offen geführten lüftungstechnischen Elemente im Inneren unterstützt. Das Kalksandsteinmauerwerk des vorhandenen Eingangskubus blieb erhalten. Das Hauptmaterial der neuen Vortragsmöbel ist ebenfalls Kalksandstein. Die Arbeitsplatten der beiden Möbel erhielten eine HPL-Beschichtung und eine Umfassung aus Aluminium. Eingangskubus und Vortragsmöbel sind als sich gegenüber stehende Einbauten farblich in einem warmem Rot hervorgehoben und gliedern den Raum.

Sanierung

Hörsäle MZ1 und MZ2 LUH

Hannover - Nordstadt

Im Erdgeschoss und den beiden Untergeschossen des Uni-Hochhauses in der Appelstraße wurden die beiden Hörsäle MZ 1 und MZ 2, die zusammen ca. 300 Zuhörer aufnehmen können, umfassend technisch und baulich saniert. Dabei wurde besonderer Wert auf eine zeitgemäße Gestaltung der Bestuhlung und Möblierung der "Vortragsbühnen" gelegt.

  • Sanierung von 2 Hörsälen
  • im Auftrag der Leibniz Universität Hannover
  • Planungsbeginn Februar 2004
  • Baubeginn Juni 2005
  • Fertigstellung Februar 2006

​​​​​​Neben der Schadstoffsanierung, dem Austausch der Decken und der Modernisierung der gesamten technischen Gebäude- und Vortragstechnik wurde insbesondere die Gestaltung der Bestuhlung und der Möblierung der "Vortragsbühnen" an zeitgemäße Bedürfnisse angepasst. Der kleine Hörsaal MZ 2 konnte Ende Oktober 2005 und der große Hörsaal MZ 1 Ende Januar 2006 seiner Nutzung übergeben werden.

Die Anfang der 70er Jahre erstellten Hörsäle waren hochgradig sanierungsbedürftig mit ihren asbesthaltigen Wand-Unterkonstruktionen und Bodenklebern. Bodenbelag und Bestuhlung waren in weiten Teilen schadhaft, die Vortragstechnik, Tafel- und Lüftungsanlage sowie die Projektions- und Beschallungstechnik waren veraltet.

Der Bauherr wünschte den Erhalt des bühnenartigen Charakters der Hörsäle und damit den Erhalt der dunklen Holzvertäfelung, gleichzeitig sollte jedoch eine deutliche Auffrischung der "muffig" wirkenden Säle erfolgen. Wir entwickelten ein Farbkonzept basierend auf den Hauptfarbe Rot. Allein schon diese Farbwahl "hauchte" den Hörsälen neue Energie ein.

Bodenbelag und Bestuhlung wurden ausgetauscht. Eigens von uns entworfene Vortragsmöbel, mit auf Nutzerwünschen abgestimmten Funktionseinheiten, sowie neue Pylonentafelanlagen ergänzen die Ausstattung der Hörsäle. Der Einbau der neuen Lüftungsanlage machte einen weit reichenden Abbruch der vorhandenen Rabitzputzdecke erforderlich, deren charakteristische Faltungen in hervorragender Qualität wieder hergestellt werden konnte. Der Einsatz modernster Medientechnik ergänzt die 100 und 200 Zuhörer fassenden Hörsäle und bietet somit den Studierenden der Universität Hannover hervorragende Unterrichtstätten für ihre zukunftsorientierte Ausbildung an.